In Hiltrop wird eine neue Sportanlage gebaut. SPD und Grüne haben Änderungswünsche.
Ganz wichtig: Die Anlage soll nicht nur die Fußballer glücklich machen

Quelle: WAZ Bochum
Von: Gernot Noelle

Hiltrop. Der Sportplatz am Hillerberg des BV Hiltrop muss wegen der Planungen zum großen Neubaugebiet „Gerthe-West“ verlegt werden. Darüber soll der Rat im Juni entscheiden. SPD und Grüne haben für die Planungen der Stadt Bochum allerdings einige Änderungswünsche.

„Wenn der Sportverein ein neues Zuhause bekommen muss, wollen wir diese Chance nutzen und das Beste aus dem Umzug machen. Vor allem aber müssen wir die neue Anlage in den städtebaulichen Begleitkontext mit dem geplanten Neubaugebiet setzen“, sagt Simone Gottschlich, strukturpolitische Sprecherin der SPD im Rat. Aus diesem Grund habe ihre Partei zusammen mit Koalitionspartner Grüne einige Änderungswünsche für die Beschlussvorlage der Verwaltung. Diese wurden im Ausschuss für Planung und Grundstücke jüngst verabschiedet.

Geplant ist, dass der Sportplatz östlich der Sodinger Straße neu errichtet wird. „Dort wünschen wir uns dann aber zusätzlich den Bau einer Rundlaufbahn und einer Weitsprunganlage“, sagt Simone Gottschlich. Somit sei der Sportplatz auch für die Leichtathletik geeignet und könnte dem nahe liegenden Schulzentrum als zusätzliche Sportfläche dienen.

Der neue Sportplatz solle aber auch für weitere Sportarten ausgelegt und fit für die Zukunft sein. Nicht umsonst gebe es in Bochum das Programm „Stadt in Bewegung“. „Der neue Sportplatz soll so flexibel angelegt werden, dass er künftig auch für ganz neue Sportarten geeignet ist“, erklärt Simone Gottschlich.

Die Anlage soll nach Ansicht von Rot-Grün aber nicht nur offen für neue Sportarten, sondern auch offen für die Menschen im Quartier sein. „Wir wünschen uns von der Verwaltung, dass sie Ideen entwickelt, wie die Anlage als Treffpunkt dienen und vor allem das Zusammenleben von altem und neuem Quartier, also ,Gerthe-West’, fördern kann“, sagt Simone Gottschlich.

Im Änderungsantrag von SPD und Grünen geht es auch um Umweltaspekte. Beim Bau des Sportplatzes sollen möglichst wenig Bäume gefällt werden. Zur Not müsse die genaue Lage des Platzes angepasst werden. Außerdem wird gefordert, dass sich die nötigen Lärmschutzeinrichtungen begrünen lassen, wasserdurchlässige Materialien verbaut werden und auch auf dem Parkplatz Regenwasser versickern kann. Eine gute Anbindung an den ÖPNV sowie Fuß- und Radwege und eine großzügige Fahrrad-abstellanlage sind ebenfalls gewünscht.

Grüne fordern Ausgleich für versiegelte Fläche
Auch Olaf Krause, planungspolitischer Sprecher der Grünen, ist wichtig, dass der Sportplatzneubau ganzheitlich als nachhaltige Sportfreianlage entwickelt wird. „Hierzu soll ein Finanzierungsplan erarbeitet werden. Da sich Teile der Flächen, auf denen der Sportplatz gebaut werden soll, in einem temporären Landschaftsschutzgebiet befinden, fordern wir zudem einen großzügigen Ausgleich als Kompensation für die versiegelte Fläche.“

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